Freie Christen für den Christus der Bergpredigt fordern die Staatskirchenkonzerne auf, den jahrhundertelangen Etikettenschwindel durch den Missbrauch des Namens des Jesus, des Christus, endlich zu beenden. Sie sollen sich katholisch oder lutherisch nennen, aber nicht mehr christlich.
Rund 3,35 Milliarden Euro Vermögen weist das Zahlenwerk für das
Erzbistum und den mit ihm verbundenen Bischöflichen Stuhl zum 31.
Dezember 2013 aus. Ein Großteil davon entfällt auf Wertpapiere und
Immobilien (siehe Grafik). "Mit der Bilanzvorlage lösen wir unser
Versprechen umfassender Transparenz der Finanzen ein", ließ Generalvikar
Stefan Heße mitteilen. Wie in einem ordentlichen Geschäftsbericht ist
die Bistumsbilanz von einem Wirtschaftsprüfer testiert - den Job
übernahm KPMG.
KASTEN: Rainer Ponitka, Jahrgang 1965, ist Pressesprecher des
Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten in
Nordrhein-Westfalen. 2013 veröffentlichte er im Alibri Verlag den
Ratgeber »Konfessionslos in der Schule«
Warum gibt es in einem zumindest alltagssäkularisierten Staat wie Deutschland überhaupt noch Religionsunterricht?
Die Aufsicht über die öffentliche Schule gelangte erst mit der
Weimarer Reichsverfassung, das heißt mit der Abschaffung der
Staatskirche, in die Hand einer weltlichen Behörde. Die Länder Hamburg,
Sachsen und Bremen schafften den Religionsunterricht 1918/19 komplett
ab, und Bayern hob 1919 die geistliche Schulaufsicht auf. Diese von der
Bevölkerung der entsprechenden Länder getragenen Neuerungen fanden
leider keinen Eingang in die Reichsverfassung – auf vehementen Protest
gerade der Großkirchen fand sich der Religionsunterricht als
»ordentliches Lehrfach« wieder. 1933 bekräftigten Papst Pius XI. und
Adolf Hitler diesen Zustand für den katholischen Religionsunterricht im
Reichskonkordat, und dieser ist bis heute im Grundgesetz verankert........................
Bernhard Thalacker vom Verein für Heimat und Kultur referiert im Museum
unter der Y-Burg über die Rolle der Kirchen im Ersten Weltkrieg.
Mobilmachung im August 1914 in Deutschland: Bayerische Soldaten winken in euphorischem Glauben an einen schnellen Sieg.Foto: dpa
Stetten
- Die Euphorie, mit der die Soldaten 1914 in den 1. Weltkrieg zogen,
haben die Mitglieder des Vereins für Heimat und Kultur in der
Ausstellung „Mit Hurra in den Untergang“ im Museum unter der Y-Burg auf
vielfältige Weise dokumentiert. Zum Abschluss der Schau hat sich der
Stettener Bernhard Thalacker mit der Rolle der Kirchen beschäftigt.